Breathe – Atmen

Der Fokus deiner Yogapraxis sollte den größten Teil deiner Yogapraxis auf die Atmung gerichtet sein. Warum? –  „Ich atme doch die ganze Zeit.“ denkst du jetzt vielleicht. Ja, wir tun dies sogar ohne Anleitung in der Nacht. Dann wahrscheinlich sogar besser, als am Tag. Die Hektik des Tages lässt uns häufig zu flach atmen. Die Hinlenkung zur bewussten Atmung, lässt den Atem merklich tiefer werden. Je nach Atemtyp kann es sein, dass es dir leichter fällt auszuatmen oder einzuatmen. Meist atmen wir nicht tief genug aus. Es bleibt Luft in der Lunge, die Platz weg nimmt, für die Einatmung. Das fehlt dann deiner Lunge für eine optimale Ausschöpfung des Lungenvolumens. Dieses Restluft in der Lunge nimmt also auch Platz weg bei einer besseren Aufnahme von Sauerstoff, für die innere Atmung. Bei der inneren Atmung wird der Sauerstoff über die Lungenbläschen an die Blutkörperchen abgegeben und von dort in deinen Körper verteilt. Mal so ganz grob dargestellt. Es soll kein Artikel für den Biologieunterricht werden. Aber vielleicht ändert sich dein Blickwinkel auf deine Atmung. Atme jetzt in diesem Moment einmal tief aus, noch tiefer, noch tiefer – bis wirklich keine Restluft in deiner Lunge zurückbleibt. Nach einer natürlichen Atempause, folgt dann ein viel vollerer Einatemzug. Wenn du so öfters am Tag atmest, dann wird dein Körper besser mit Sauerstoff versorgt.

Ein weiterer wirklich wichtiger Aspekt der bewussten Atmung, ist das durch die Atembeobachtung, deine Gedanken im Kopf ruhiger werden. Das Hauptziel der Yogapraxis ist das zur Ruhe kommen der Gedanken im Geist. So steht es seid hunderten von Jahren im Yogasutra, dem Leitfaden für Yoga. Somit ist die Atmung ein sehr wichtiger Part der Yogapraxis. Im Unterricht geben die Yogalehrer sehr viele Anweisungen, wie wir bei einer Bewegung atmen sollen z.B. atme ein und Strecke dich, atme aus und gehe in die Vorbeuge. Bei diesen Anweisungen ist die Bewegung der Atmung angepasst und oftmals gibt der eigene Atem das Tempo vor. Wenn du als Anfänger die Abfolge des Sonnengrußes übst, kann es sein, dass du für eine Bewegung ein anderes Atemtempo brauchst. Das ist vollkommen ok – nimm‘ dir einen Atemzug mehr. Dein Atem wird als geübterer Yogi langsamer und voller werden. Dadurch gewinnt man Zeit für Übungsabfolgen und die Ausübung der Bewegung. Wenn du dir für die bewusste Atmung auch hin und wieder in deinem Alltag die Zeit nimmst, dann verlierst du keine Zeit, sondern du gewinnst Lebenszeit. Wenn deine Atmung langsamer wird, dann wird die Zeit geschenkt, weil du deinen Körper besser versorgst und weniger Gedanken, bedeuten weniger Stress und mehr Ruhe. Im nächsten Newsletter, gibt es wieder eine neue Erklärung zu einer kühlenden Atemtechnik aus dem Yoga. Melde dich gerne über unsere Homepage an.